Solidaritätserklärung zum Auto-Konvoi und zur Kundgebung am 06.11.2010
Der LV NRW bedankt sich ganz herzlich für das persönliche Engagement von den vielen Organisatoren und Helfern.
Sie hatten die Idee für diese Veranstaltung und opferten viel Zeit und Herzblut, um diesen Tag auf die Beine zu stellen.
Es ist wieder einmal eine Aktion, die uns zusammenführen und motivieren wird, aufzustehen und weiter zu kämpfen.
Wir haben viel Kraft, Zeit und oft unsere Gesundheit dafür geopfert, allen zu beweisen, dass wir recht „normal“ leben können. Um welchen Preis aber, haben wir nicht erwähnt. Das wollte man auch nicht hören oder lesen.
Der Film „Eine einzige Tablette“ hat eine Welle der Emanzipation bei vielen von uns ausgelöst. Viele haben sich getraut und sich inzwischen verselbstständigt, sich aus Abhängigkeiten befreit, und fordern nun als „Contergan-Opfer“ Entschädigung, Gerechtigkeit, Recht auf Würde und die Gleichstellung mit den Conterganopfern in anderen Ländern.Wir wollen aber auch unsere Geschichte aufarbeiten, die Geschichte, bei der es sich um eines der schwärzesten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte handelt.
Es geht um den Schmerz, das Leid, welches abertausende Familien durchmachen mussten, um unseren materiellen und immateriellen Schaden und um die Ungerechtigkeit, die wir erfahren (haben).
Auch wir fordern, dass endlich eines der schwärzesten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte in Deutschland aufgearbeitet, die Geschichte offen gelegt und schließlich endgültig eine adäquate Lösung mit uns herbeigeführt werden muß.
So offenbart bis heute die Familie Wirtz
nicht die Vertriebswege von Contergan,
nennt nicht ehrlich die Länder, in welche sie exportiert hat!!! (Wir müssen daher selber nachweisen, dass es im jeweiligen Land der Wirkstoff Thalidomid verkauft wurde,um grundsätzlich als contergangeschädigt anerkannt zu werden.) .
WIR ALLE HABEN NUR DIESES EINE LEBEN und WIR WOLLEN NICHT MEHR LÄNGER WARTEN!!
Auch wir, so wie die Organsiatoren der Aktion, sind es leid, über Bedarfe zu diskutieren. Wir gehen davon aus, dass wir für die uns zugefügten Schäden ein vom Einkommen unabhängiges Schmerzensgeld erhalten; gestaffelt nach dem Grad der Schädigung.
Der Vorstand des LV NRW:
Udo Herterich, Bianca Vogel, Maria Bergner-Willig, Bärbel Drohmann, Achim Rüsing.